Nach dem amerikanischen Soziologen Aaron Antonovsky stellt das sogenannte Kohärenzgefühl (Gefühl der Zusammengehörigkeit bzw. das Gefühl, Stimmigkeit im Leben herstellen zu können) eine bedeutende Ressource dar.
Das Kohärenzgefühl als allgemeine Orientierung drückt das Gefühl des Vertrauens darauf aus, dass Herausforderungen des Lebens eingeordnet und bewältigt werden können und die grundlegende Haltung, die Welt als zusammenhängend und sinnvoll zu erleben. Menschen mit einem starken Kohärenzgefühl sind in der Lage, mit Hilfe zur Situation passender spezifischer Ressourcen, die eigenen Bewältigungsstile an die gegenwärtigen Umstände anzupassen.

Das Kohärenzgefühl beschreibt Antonovsky näher durch drei Komponenten:

  • Verstehbarkeit: Ein Mensch schätzt seine Umwelt und auch künftig eintretende Ereignisse als verstehbar ein und hält sie für geordnet, strukturiert, konsistent und erklärbar.
  • Handhabbarkeit/Bewältigbarkeit: Herausforderungen können mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen bewältigt werden. Diese Ressourcen können einem Individuum selbst zur Verfügung stehen oder durch die soziale Umwelt geleistet werden.
  • Erleben von Sinnhaftigkeit/Bedeutsamkeit: Menschen mit einem starken Kohärenzgefühl können Lebensbereiche angeben, die ihnen wichtig sind. Sie werden als bedeutsam und sinnvoll erlebt.