Wissen A-Z

A B C D E F G I J K L M O P R S T V W Z

Peer

Der Begriff Peer leitet sich aus dem Englischen ab und bedeutet gleich oder gleichrangig. Er ist nicht nur im Kontext der Behindertenszene geläufig. Man benutzt ihn in der Soziologie allgemein, um die Zugehörigkeit zu einer Gruppe von Menschen mit gleichem Alter oder Status auszudrücken, wie es zum Beispiel bei Jugendlichen häufig der Fall ist (Peer Group). Durch diese Gemeinsamkeit haben die Peers eine besondere Verbindung zueinander. Im weiteren Sinne können auch Personen mit gleichen Einstellungen, Erfahrungen oder auch Interessen gemeint sein. Unter Peer versteht man in EX-IN Kreisen einen Menschen mit gleichem Erfahrungshintergrund. Verbunden sind damit Hilfestellungen von Betroffenen für [...]

2024-06-03T10:00:29+02:00

Peer Support

Peer Support bezeichnet unspezifisch qualifizierte oder unqualifizierte Unterstützungsleistungen von Betroffenen für Betroffene. Der Peer Support kann im konkreten Fall unterschiedlich ausgeprägt sein, z.B. als Beratung, Begleitung oder Assistenz.

2024-06-03T10:00:28+02:00

Peer-Beratung

„In der Peer-Beratung (ausgesprochen „Pier-Beratung“) unterstützen und beraten Menschen mit der Erfahrung eigener seelischer Krisen nach einer Beraterausbildung andere Betroffene. >Peer-Berater hören mit dem Hintergrund der eigenen Erfahrung zu und bieten Beistand in Krisensituationen, Informationen zu den vorhandenen Selbsthilfe- und Versorgungs-Strukturen sowie Vermittlung in Selbsthilfe. Peer-Beratung gibt es sowohl für Angehörige als auch für Betroffene. Sie eignet sich besonders, wenn man sich mit jemandem austauschen möchte, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat und die eigenen Erfahrungen dadurch auf besondere Art nachvollziehen kann.“ (Quelle: https://www.psychenet.de/de/entscheidungshilfen/entscheidungshilfe-psychose/was-kann-ich-selbst-tun/peer-beratung.html) Auch auf trinetz.de wird Peer-Beratung stattfinden. Hier dient sie der Weitergabe von Informationen und nicht der Krisenberatung. [...]

2024-06-03T10:00:29+02:00

Peer-Counseling /- Beratung

Mit Peer Counseling wird eine beratende Tätigkeit durch Peers beschrieben. Das „Peer Counseling“ ist im Bundesteilhabegesetz (BTHG) besonders herausgestellt, insbesondere um die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung näher zu definieren. Es ist damit quasi als Terminus Technicus etabliert. Das Peer Counseling im Sinne des BTHG ist in der Regel klientenzentriert ausgerichtet (nach Carl Rogers). Seit vielen Jahren engagieren sich Menschen - vorzugsweise mit Körperbehinderung - für ein offiziell anerkanntes Berufsbild des „Peer Counselors“. Seit 1994 gibt es dazu eine maßgeschneiderte Schulung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos). Wesentliche Grundannahmen stimmen dort mit den EX-IN Grundsätzen überein: Jeder Mensch weiß, [...]

2024-06-03T10:00:28+02:00

Portfolio

Bei der Erstellung eines Portfolios geht es um eine Sammlung und schriftliche Ausarbeitung eigener Fähigkeiten und Kompetenzen. Es wird im Laufe der Qualifizierung zum >EX-IN Genesungsbegleiter von allen Kursteilnehmern angefertigt. Das Portfolio dient dazu, sich der eigenen Möglichkeiten, Stärken und Ziele bewusst zu werden. Außerdem unterstützt das Portfolio dabei, eine eigene Idee eines professionellen Profils hinsichtlich einer möglichen Arbeit als >EX-IN Genesungsbegleiter beschreiben zu können. Eine Beschreibung zur Ausgestaltung des Portfolios finden Sie im > Curriculum für Genesungsbegleitung der EX-IN Deutschland.

2024-06-03T10:00:29+02:00

Praktikum

Zum EX-IN Kurs gehören zwei Praktika: Das Schnupper-Praktikum (mindestens 40 Stunden) dient der Reflexion des „Seitenwechsels“ und der Sensibilisierung für die Tätigkeit als Genesungsbegleiter. Das Aufbau-Praktikum (mindestens 80 Stunden) dient der Erprobung der eigenen Qualitäten und der im Kurs hinzugewonnenen Fähigkeiten und Kompetenzen. Die Stundenzahl kann – je nach den persönlichen Voraussetzungen des Teilnehmers – auf einen längeren Zeitraum verteilt werden. Die wöchentliche Einsatzzeit muss mit der Struktur des Dienstes vereinbar sein. Der Teilnehmer erstellt über sein Praktikum einen schriftlichen Bericht. Für die Anzahl der geleisteten Praktikumsstunden ist eine schriftliche Bestätigung der Praktikumsstelle vorzulegen. Für das Schnupper- und für das [...]

2024-06-03T10:00:29+02:00

Psychische Erkrankung

Jeder Mensch kennt Tage, in denen alles grau in grau erscheint oder Situationen; in denen die Belastungen des Alltags zu einer Überforderung werden. Diese „normalen“ und kurzfristigen Verstimmungen sind zu unterscheiden von im Laufe der Zeit deutlich erkennbaren psychischen Erkrankungen, die medizinisch- therapeutisch behandelt werden müssen. Eine psychische Krankheit kann vorliegen, wenn man beispielsweise dauerhaft ängstlich oder niedergeschlagen ist oder an körperlichen Beschwerden leidet, für die sich keine organischen Ursachen finden lassen. > Wenn Sie sich in einer akuten Krisensituation befinden, finden Sie hier Hilfe!

2024-06-03T10:00:29+02:00

Psychische Krise

Von einer psychischen Krise wird gesprochen, wenn durch schmerzhafte Ereignisse, Stress, Verlust-Erlebnisse, traumatische Erlebnisse, psychosoziale Konflikte und andere Belastungen das innere Gleichgewicht eines Menschen so erschüttert wird, dass die gewohnten Bewältigungs-Strategien nicht mehr weiterhelfen. Dadurch können sich Gefühle von Überforderung, Verunsicherung, Ausweglosigkeit einstellen. Sehr viele Menschen sind einmal oder mehrmals in ihrem Leben von einer psychischen Krise betroffen. Seelische Krisen können jeden treffen. Den meisten gelingt es, aus eigenen Kräften wieder aus der Krise herauszufinden. Bei Bedarf kann professionelle Hilfe entlastend und unterstützend wirken. > Wenn Sie sich in einer akuten psychischen Krise befinden, finden Sie hier Hilfe

2024-06-03T10:00:29+02:00
Nach oben