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Einarbeitung

Wenn ein > EX-IN Genesungsbegleiter einen neuen > Praktikumsplatz oder > Arbeitsplatz antritt ist es wichtig ausreichend Zeit für eine Einarbeitung einzuplanen. Hierfür sollte eine Person als Ansprechpartner vor Ort zuständig sein und auch das ganze Team mit eingebunden werden. Wie lange die Einarbeitung dauert ist zeitlich nicht festgelegt. Ziel der Einarbeitungs-Phase ist es, dass der > EX-IN Genesungsbegleiter das Kollegen-Team, die Klienten, die Abläufe und Räume am > Arbeitsplatz kennenlernt und mit seinen Aufgaben vertraut gemacht wird.

2024-06-03T10:00:29+02:00

Einzelbetreuung

Im Rahmen von > EX-IN Kursen gibt es Angebote in Einzelbetreuung oder Gruppenangeboten. In einer Einzelbetreuung findet ein Angebot in einer Eins-zu-Eins-Situation statt. Das kann ein Gespräch, eine gemeinsame Aktivität oder Unterstützung in gezielten Aspekten sein. Die Treffen sind spontan nach Bedarf oder können einen regelmäßigen Charakter haben. Dies richtet sich nach den jeweiligen Teilnehmern und deren Wünschen.

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Empowerment

Durch Empowerment gewinnen Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung wieder mehr Einfluss auf ihr Leben und die Bewältigung ihrer Erkrankung. Empowerment bedeutet „ (…) Zurückgewinnung von Stärke und Einfluss betroffener Menschen auf ihr eigenes Leben und steht für eine Emanzipation der Betroffenen selbst. Zu Empowerment gehören Elemente wie Selbst-Bestimmung, Selbst-Hilfe und gesellschaftliche Teilhabe.“ (Quelle: Knuf, Andreas (2016): Recovery, Empowerment und Peerarbeit, in: Utschakowski et.al (2016): Experten aus Erfahrung. Peerarbeit in der Psychiatrie, Psychiatrie-Verlag, 1. Aufl., Köln)

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Erfahrungswissen

„Menschen, die psychische Krisen durchlebt haben, verfügen über einen reichen Schatz an Erfahrungen, der zu einem erweiterten Verständnis psychischer Erschütterungen und zu neuem Wissen über genesungsfördernde Faktoren führen kann.“ (Quelle: Utschakowsi, J.(2015): Mit > Peers arbeiten. Leitfaden für die Beschäftigung von Experten aus Erfahrung, Psychiatrie Verlag, Köln, S. 38f.) Erfahrungswissen bedeutet im Kontext der > EX-IN Genesungsbegleitung, diese Erfahrungen als Kompetenz für die Tätigkeit als Experte aus Erfahrung zu nutzen. Dafür müssen individuelle Erfahrungen reflektiert, anderen verständlich gemacht und eingeordnet werden. Der Kurs hat das Ziel über ein individuelles Erfahrungswissen (auch Ich-Wissen genannt) ein >Wir-Wissen zu entwickeln.

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Erwerbsunfähigkeit

Grundsätzlich ist es sinnvoll, eine sogenannte Berufsunfähigkeit von einer Erwerbsunfähigkeit zu unterscheiden. Als berufsunfähig gilt ein Mensch, wenn er den erlernten oder zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich nicht länger als sechs Monate oder gar nicht mehr ausüben kann. Erwerbsunfähig wird jemand, wenn er aus gesundheitlichen Gründen gar nicht mehr am Berufsleben teilhaben kann – unabhängig davon, ob es sich um seinen erlernten Beruf oder einen anderen Beruf handelt. Im Rentenrecht wird darüber hinaus noch die sogenannte Erwerbsminderung unterschieden. Volle Erwerbsminderung ist gegeben, wenn ein Mensch weniger als drei Stunden pro Tag arbeiten kann, unabhängig vom ausgeübten Beruf. Wer zwischen drei und sechs [...]

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EX-IN (Experienced Involvement)

EX-IN ist die englische Abkürzung für Experienced Involvement - Experte aus Erfahrung. Dahinter steckt die Idee, dass Psychiatrie-Erfahrene zu bezahlten Fachkräften im psychiatrischen System als Genesungsbegleiter ausgebildet werden. In Deutschland finden Sie den Dachverband > EX-IN Deutschland e.V. Die beruflichen Einsatzmöglichkeiten von Genesungsbegleiter sind vielfältig, z. B. arbeiten sie in stationären, teilstationären und ambulanten Tätigkeitsfeldern. Zertifizierte EX-IN Fachkräfte wirken außerdem im Bereich der Aus- und Weiterbildung, u. a. um psychiatrischen Fachkräften, > empowerment- und > recoveryfördernde und > trialogische Sichtweisen zu vermitteln, die den ganzen Menschen erfassen. Weiterführende Informationen finden Sie > hier.

2024-06-03T10:00:28+02:00

EX-IN Angehörigenbegleitung

Begleitung der Angehörigen psychisch Erkrankter in der besonderen Lebenssituation bei der Erkrankung eines Familienmitglieds.Unterstützung der Angehörigen bei der Strukturierung der komplexen Herausforderung im Spannungsfeld zwischen helfen (zu müssen) bei gleichzeitiger Respektierung der Autonomie des Erkrankten.Unterstützung der Angehörigen bei gesundheitsfördernden Interessen, persönlichen Haltungen und Handlungen.Moderation von Angehörigengruppen mit besonderen Aspekt auf Aufklärung, Information und Entlastung.Absprachen mit anderen Berufsgruppen.Weiterreichende Hilfestellung bei der Suche der Angehörigen in der psychosozialen Landschaft. Weiterführende Informationen finden Sie unter > hier.

2024-06-03T10:00:28+02:00

EX-IN-Methodik

Die lern-methodische Besonderheit eines EX-IN Kurses lautet verkürzt: Vom Ich- zum Wir-Wissen (> Ich-Wissen; > Erfahrungswissen). Damit wird ein Prozess beschrieben, der vom individuellen zum kollektiven > Erfahrungswissen führt. Die Differenzierung von drei Reflexionsebenen ist dabei entscheidend: Ich, Du, Wir. Auf der vorangestellten Ich-Ebene werden regelmäßig Selbstreflexionsschleifen eingebaut, bei denen Kursteilnehmende ihre eigenen Erfahrungen mit theoretischen Impulsen verbinden. Im Nachspüren lernen sie eine eigene Sprache für schwer zu fassende Phänomene zu finden. Auf der Du-Ebene geht es darum, sich einem Gegenüber zu öffnen und im Dialog auszuloten, was geteilt werden muss, um verstanden zu werden. Gleichzeitig hört der andere zu [...]

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