Die ICH-DU-WIR-Methode wird vor allem in EX-IN Kursen genutzt, um das WIR-Wissen zu erarbeiten.
Zunächst wird aus der ICH-Perspektive (Einzelarbeit) eine Fragestellung beantwortet und reflektiert.
Im DU (Zwiegespräch) wird vom einen der Kern der eigenen Erkenntnis dem Gegenüber dargestellt, der andere hört aktiv zu und versucht zu verstehen. Erste Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden benannt.
Im WIR (Zusammenarbeit in einer Gruppe) wird dann auf einer Meta-Ebene das gemeinsam Verstandene gesammelt und im Plenum den anderen vorgestellt.
So wird aus den eigenen Erfahrungen und dem eigenen Erfahrungswissen (ICH-Wissen) ein großer Schatz an WIR-Wissen.
Dazu ein Übungsbeispiel:
Frage: Was war für dich empowermentfördernd?
ICH: „Die Pflege war sehr unterstützend, hat mich ermutigt und immer wieder nachgefragt. Das fand ich hilfreich.“
DU: „Ok, ich habe verstanden, dass die Pflege so mit dir im Kontakt war, dass du selbst aktiv wurdest.“
ICH: „Bei mir war die Pflege kaum sichtbar, hat nichts geblickt, war nur genervt, kompliziert und langsam, was mich wiederum so ärgerte, dass ich dachte, dann mach ich es eben selbst.“
WIR: Das Verhalten der Pflege hatte Einfluss darauf, ob wir uns trauten selbst wirksam zu werden.
